SOZIALES LERNEN

Die Förderung der Sozialkompetenz ist ein wichtiger Baustein des pädagogischen Konzeptes an der Lessing Realschule. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen die Erfahrung machen und auch aktiv dazu beitragen, dass sich alle als Teil einer starken Gemeinschaft fühlen dürfen. Miteinander und füreinander.

Miteinander und füreinander da sein

Nahezu überall im Leben, wo Menschen zusammenkommen, bildet sich eine Gemeinschaft: in der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Verein und bei vielen anderen Gelegenheiten. Was kann ich der Gemeinschaft geben – was kann ich von ihr nehmen? Die Auseinandersetzung mit diesen beiden Fragen ist der Grundstein für soziales Lernen und wird unsere Schülerinnen und Schüler ihr Leben lang begleiten.

Ein gemeinschaftliches Miteinander ist Teil unseres Leitbildes und prägt auch den respektvollen Umgang untereinander, das gute Klassenklima und die positive Atmosphäre in unserem pädagogischen Team gleichermaßen wie die enge Zusammenarbeit mit den Eltern.

Soziales Lernen zieht sich deshalb auch wie ein roter Faden durch unser Schulleben. Es zeigt sich in Form von Schülerdiensten, die der Schulgemeinschaft zu Gute kommen, in gemeinschaftlich orientierten AGs und erlebnispädagogischen Projekten, in unserem regelmäßig stattfindenden Klassenrat und in Unterrichtseinheiten, die den Teamgedanken und die Sozialkompetenz stärken. Täglich unterstützt werden wir auch von unserer engagierten Sozialarbeiterin.

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Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
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Schülerdienste

Verantwortung für sich und andere übernehmen

Jede Schülerin und jeder Schüler an unserer Schule übernimmt mindestens ein Schuljahr lang einen Verantwortungsbereich, der den eigenen Fähigkeiten und Neigungen entspricht: Sei es Hof-, Kastanien- oder Blumendienst, Verschönerung des Klassenzimmers, Patenschaft für 5.-Klässler, Schlüsseldienst in den Pausen, Klassensprecher oder Schulsanitäter – die Aufgabenbereiche sind vielfältig und kommen der Schulgemeinschaft zugute.

Die Schülerdienste erfolgen in der unterrichtsfreien Zeit und tragen dazu bei, den Schulalltag für alle angenehmer zu machen. Die Schülerinnen und Schüler gewinnen handwerkliche, hauswirtschaftliche und soziale Fertigkeiten und lernen, sich im Rahmen ihrer Aufgaben verantwortungsbewusst und möglichst selbstständig für das Schulklima und die Schulgemeinschaft einzusetzen. 
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Erlebnispädagogik

Persönlichkeit und Teamgeist stärken

Erlebnispädagogische Projekte in der 5. und 7. Klasse tragen dazu bei, das Miteinander, die soziale Kompetenz und die individuelle Persönlichkeit unserer Schülerinnen und Schüler zu stärken. 

Klassenfindungstage für ein starkes Miteinander in Klasse 5
An den erlebnispädagogischen Klassenfindungstagen werden unsere Jüngsten mit ihrer Schulklasse vertraut gemacht, damit sie gut in der neuen Gemeinschaft ankommen können. Unter Anleitung eines Teams von Erlebnispädagoginnen und -pädagogen machen sie bei einem zweieinhalbtägigen Aufenthalt in einem Landschulheim im Schwarzwald gemeinsame Erfahrungen in der Gruppe und trainieren spielerisch den positiven Umgang miteinander. Die Schülerinnen und Schüler lernen sich intensiv kennen und so kann die neue fünfte Klasse gleich zu Beginn der Realschulzeit ungezwungen zusammenwachsen.

Project Adventure für starken Teamgeist und Persönlichkeit in Klasse 7
Wer sich für andere einsetzen will, der sollte über ein großes Maß an Teamfähigkeit und eine ausgeprägte Personal- und Sozialkompetenz verfügen. Unser erlebnispädagogisches Project Adventure stellt die Schülerinnen und Schüler vor unterschiedliche Herausforderungen, die positive Teamerlebnisse schaffen und ihnen ermöglichen, sich auch persönlich besser kennen zu lernen. Das Projekt findet im Laufe des Schuljahrs in vier so genannten „Erlebniswellen“ statt. Die ersten drei Wellen werden in der Turnhalle durchgeführt. Für die vierte Welle nehmen alle zum Projektabschluss an einem zweieinhalbtägigen Zeltlager am Schluchsee teil, wo sie wertvolle Selbst- und Teamerfahrungen in der Gemeinschaft machen und daran wachsen können.

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Klassenrat

Gemeinsam Demokratie üben

Im Klassenrat haben unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, das Zusammenleben und Zusammenlernen in der Klasse selbst zu gestalten und hierbei die Grundprinzipien für demokratisches Handeln zu lernen. In diesem Forum treffen sie sich regelmäßig an mehreren Terminen im Monat und beraten, diskutieren und entscheiden in der Gruppe über selbstgewählte Themen.

Das können Fragen der Klassengemeinschaft, des Lernens, gemeinsame Projekte, spezielle Wünsche oder auch aktuelle Probleme sein – die Themenvorschläge werden von den Schülerinnen und Schülern selbst eingebracht. Die im Klassenrat entwickelten Lösungen und getroffenen Entscheidungen sind für alle verbindlich. In diesem demokratischen Rahmen lernen die Schülerinnen und Schüler miteinander lösungsorientiert zu kommunizieren und eine positive Diskussionskultur zu entwickeln, demokratische Spielregeln zu akzeptieren und Verantwortung für die Entscheidungen und Umsetzung ihrer Beschlüsse zu tragen. Durch die Übernahme verschiedener Rollen wie Klassenrat-Leitung, Protokollführung u.a. lernen sie, Themen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und sich demokratisch zu organisieren.
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Schule gegen Rassismus. Schule mit Courage.

Miteinander gegen Diskriminierung

Unter dem Motto „Schule gegen Rassismus. Schule mit Courage.“ setzen sich deutschlandweit über 3.000 Schulen im größten Schulnetzwerk für eine Welt ein, in der die Menschenrechte für alle gleichermaßen gelten. Die Mitglieder im Netzwerk, also die Menschen, die an der Schule lernen oder arbeiten, verpflichten sich freiwillig dazu, nicht mehr wegzusehen, wenn andere aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder ihrer Religion verurteilt oder gemobbt werden.

Eine Schule wird Teil des Netzwerks, wenn mindestens 70 Prozent der Schulgemeinschaft sich in einer geheimen Abstimmung zu der Verpflichtung bekennt, sich aktiv gegen Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, einzusetzen. So setzen die Schülerinnen und Schüler der Lessing Realschule nicht nur durch ihr Verhalten im Schulalltag, sondern auch in Projekten und Aktionen ein klares Zeichen gegen Rassismus. Wir wollen aktiv dazu beitragen, dass im Schulleben und darüber hinaus Menschen nicht mehr diskriminiert werden. Als ToleranzSchule ist uns das besonders wichtig.
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Afghanistan-Projekt

Gemeinsam für die Balaghel-Friedensschule in Charikar

Seit rund zwanzig Jahren beteiligen sich mehrere Schulen in Südbaden am Auf- und Ausbau der Balaghelschule nördlich von Kabul in Afghanistan – seit 2004 hilft auch die Lessing Realschule nach Kräften mit Geldspenden. Die praktischen Arbeiten vor Ort koordiniert der in Freiburg ansässige gemeinnützige Verein „Deutsch-Afghanische Initiative“, DAI e.V.

Mit unserer Unterstützung konnte zuerst eine Mädchenschule errichtet werden. Unser Afghanistan-Projekt entwickelte sich zu einer Erfolgsgeschichte und setzt ein besonderes Zeichen, da während der Herrschaft der Taliban Bildung für Mädchen verboten war. Die kirchliche Hilfsorganisation MISEREOR finanzierte ein zweites Gebäude als Jungenschule. Da der Schulbesuch, vor allem auch von Mädchen, alle Erwartungen übertraf und auch die Mädchenschule inzwischen bis zum Abitur geführt wird, wurde vom afghanischen Staat ein weiteres Gebäude errichtet. Der Unterstützungsbedarf des Schulprojektes ist nach wie vor hoch und die Gemeinschaft der Lessing Realschule ist weiterhin aktiv dabei. 
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